2020

Ökumenisches Friedensgebet 2020: Frauen im Niger
Frauen im Niger | Foto: © Hartmut Schwarzbach / missio

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Guter Vater,
als dein Volk Israel im Elend lebte,
hast du sein Wehklagen gehört,
und du hast dein Volk errettet.
Heute erheben wir unsere Stimmen zu dir,
um deine Güte zu erflehen.
Sieh auf unsere leidgeprüfte Menschheit,
so oft ist sie bedroht und geknechtet
von Gewalt und Krieg.

Höre unser Rufen und sieh unsere Not,
unsere Sehnsucht nach Frieden – jetzt.

Jesus Christus, du Friedensfürst,
ziehe ein in unsere Herzen.

Du bist in die Welt gekommen,
um das Böse zu überwinden,
welches uns hindert,
geschwisterlich miteinander zu leben.
Hilf, die Mauern zwischen Menschen
und Völkern zu überwinden,
damit Frieden herrscht in der ganzen Welt.

Höre unser Rufen und sieh unsere Not,
unsere Sehnsucht nach Frieden – jetzt.

Heiliger Geist, erleuchte uns,
damit wir Werkzeuge des Friedens sind.
Weise uns den Weg zum Aufbau
einer Welt des Friedens,
in der wir geschwisterlich
zusammenleben können.

Höre unser Rufen und sieh unsere Not,
unsere Sehnsucht nach Frieden – jetzt.

Guter Gott,
sieh unsere Tränen
– die Tränen deiner Kinder –
und unseren Durst nach Frieden.
Segne und behüte uns, damit wir jederzeit
zurückfinden auf den Weg zum Frieden,
sollten wir uns verirren oder müde werden.

Amen.

Sr. Marie Catherine Kingbo


Die Autorin

Die aus dem Senegal stammende Ordensschwester Marie Catherine Kingbo ist Gründerin und Leiterin der Gemeinschaft der Dienerinnen Christi im Bistum Maradi in Niger. In der überwiegend muslimischen Gesellschaft des Wüstenstaats bilden die Christen eine sehr kleine Minderheit.

Schwerpunkte der Arbeit der Schwestern sind die Bildung und ganzheitliche Förderung von Frauen aller Religionen, ein Mikrokreditsystem für Frauen u.v.m. Im interreligiösen Dialog bringt Sr. Marie Catherine katholische, evangelische und muslimische Frauen zusammen. In Veranstaltungen und Begegnungen mit Imamen, Dorfchefs und dem Sultan von Tibiri bringt sie ausdrücklich die Anliegen und Perspektiven der Frauen ein.


Foto

Ökumenisches Friedensgebet 2020: Frauen im Niger
Frauen vor der Kirche von Agadez

Christliche und muslimische Frauen reichen sich vor der Lehmkirche der Gemeinde Saint Augustin in Agadez (Niger) als Zeichen des Friedens symbolisch die Hand.

Auf die Kirche wurde 2016 ein Brandanschlag verübt. Die Lehmarchitektur der Stadt gehört seit Juni 2013 zum UNESCO Welterbe.


Das Land – die Region

Niger ist ein Binnenstaat in Westafrika. Der namensgebende Fluss Niger durchfließt den relativ dicht besiedelten Südwesten des Wüstenstaates. Die Christen sind in einer überwiegend muslimischen (95 %) Gesellschaft eine sehr kleine Minderheit.

Bei knapp 22 Millionen Einwohnern (2017) auf einer Fläche von 1.267.000 km² weist Niger die weltweit höchste Geburtenrate (2014) auf. Existenzbedrohend für den größten Teil der nigrischen Bevölkerung sind Dürren und damit verbundene Hungersnöte. Niger ist der größte afrikanische Uranproduzent. Der Abbau ist mit gewaltigen Umweltproblemen verbunden. Rund 40 % des Uranbedarfs Frankreichs deckt Niger ab.

Mehr über den Niger erfahren Sie z.B. auf Wikipedia.


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